Kurzchronik Gernrode
958/959
Markgraf Gero gründet auf dem Gelände seiner Burg das Damenstift St. Cyriakus
Baubeginn der Stiftskirche
961
König Otto I. nimmt das Stift Cyriakus unter seinen Schutz
963
Markgraf Gero bringt von seiner 2. Reise nach Rom Reliquien des heiligen Cyriakus nach Gernrode
965 Markgraf Gero verstirbt - sein Grabmahl soll sich im Ostteil der Stiftskirche St. Cyriakus befinden
1037-1740
Erzbergbau in Gernrode, abgebaut werden Blei, Erz, Kupfer, Zinn und Silber
1064
Bau der Markt-und Stadtkirche (Stephanikirche)
1188
Kaiser Barbarossa besucht Gernrode und stiftet eine Glocke für die Stephanikirche
1450
Gründung der Schützengilde
1484
Pest über Gernrode, kein Haus wird verschont
1489
das "Heilige Grab" wird erstmals schriftlich erwähnt
1525
Äbtissin Elisabeth rettet das Stift im Bauernkrieg
1530
Bau des ersten Rathauses
1533
Reformation im Land Anhalt und in Gernrode erstmalige Erwähnung der ältesten protestantischen Elementarschule Deutschlands in Gernrode
1539
Verleihung des Stadtrechtes mit Stadtsiegel und Wappen
1545
Gernrode erhält das Braurecht für das Bier Gerobräu
1565
Pest über Gernrode
1570
Schließung des Stiftes nach 760 Jahren
1631-35
während des 30-jährigen Krieges wird Gernrode gebrandschatzt
1664
Abriß und Neubau des Rathauses
1754
Bau eines fürstlichen Herrenhauses mit Wirtschaft auf dem Stubenberg
1773
Carl Christian Mohs geboren und wohnhaft in Gernrode, später Lehrstuhl an der Universität Wien - Erfinder der mineralogischen Härteskala
1797
in Gernrode grassieren die Blattern (Pocken)
1800
eine neue Entwicklung beginnt, - die Menschen bekommen Arbeit in der Eisenindustrie der Umgebung und der eigenen Streichholzfabrik (1797 geboren in Gernrode Johannes Carl Moldenhauer, Erfinder der Phosphorzündhölzer)
1811
die Cholera fordert viele Tote, kein Haus ist ohne Trauer
1832
wird die herzogliche Domäne Abtei aufgelöst und von Amtmann Henneberg ersteigert
1859
kauft die anhaltinische Staatsregierung die Abtei zurück, die Kirche wird völlig renoviert
1861
die erste Telegraphenlinie wird durch Gernrode gelegt
1865
die restaurierte Stiftskirche wird eingeweiht
1886
wird die Schmalspurbahnstrecke bis Harzgerode gebaut
1908-11
die Wasserleitung wird von der Stadt aufgekauft und durch neue Quellen erweitert, zur Hebung des Fremdenverkehrs schließt sich die Stadt dem Harzer Verkehrsverband an
1911
erfolgt der Bau eines kombinierten Gas- und Elektrizitätswerkes und einer neuen Straßenbeleuchtung, die Einwohnerzahl steigt, es gab Streichholzfabriken, 1 Gewehrfabrik, Baumschule Teickner, Sägewerk Machemehl, ca. 12 Töchterpensionate
1914
wird das alte Rathaus abgerissen und neu aufgebaut
1920
entsteht der Sportplatz Hagental
1925 die Kurförderungsabgabe wird eingeführt
1933 stirbt der Ehrenbürger Dr. chem. Baur (Erfinder des künstlichen Moschus)
1945 ziehen die Amerikaner kampflos in Gernrode ein, anschließend die Sowjettruppen, die Bodenreform wird in Gernrode durchgeführt
1948
Erste Produktion von Uhren (heute Harzer Uhrenfabrik GmbH)
Gernrode entwickelte sich zu einem staatlich anerkannten Erholungsort.
1961
1000 Jahrfeier in Gernrode (bezogen auf die Schutzurkunde)
1968
Erste Produktion von Kuckucksuhren in Gernrode
1989
450 Jahre Stadtrecht Gernrode
2001
Kaiserzug zu Ehren Otto I..
2005
Gernröder Cyriakustage (erstes Stadt- u. Kirchweihfest vom 02.-04.09.05 - Gemeinschaftsfest zwischen Stadt und Kirchengemeinde)
2009
1050 jähriges Bestehen der Stiftskirche, 470 Jahre Stadtrecht, 40 Jahre Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Bachant